Wertanalyse & Value Management

- die Gene von Krehl & Partner

Die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens hängt im Wesentlichen von der Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte ab. Diese lässt sich aber selten allein über niedrige Preise erreichen. Es gilt, ein Produkt für die Kunden zu entwickeln, was genau deren Anforderungen erfüllt – und das zu einem angemessenen Preis. Somit ist ein umfassender Ansatz notwendig, der entlang der gesamten Lieferkette wirkt und am Ende werthaltige Produkte erzeugt.

Am Anfang der Lieferkette steht die Frage nach den richtigen Märkten und Kundengruppen sowie deren Anforderungen. Auf dieser Basis kann gezielt der Kundennutzen der Produkte optimiert werden. Dieses kann durch neue Produktmerkmale – auch in Kombination mit der Preisfindung – erreicht werden oder durch neue, innovative Produkte, die neue Anreize und Werte für den Kunden bieten. Um sich als Unternehmen diese Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten, ist eine systematische, zielgerichtete Vorgehensweise unabdingbar.

Wertanalyse/Value Management ist eine bewährte Methodik, die genau diese beschriebene Vorgehensweise abbildet und Unternehmen in ihren Prozessen unterstützt.

Krehl & Partner Wertanalyse - der Prozess

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Wertanalyse & Value Management - Grundlagen und Begriffe

Die Wertanalyse dient der Entwicklung und Verbesserung von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen. In Abhängigkeit vom Stand im Produkt-Lebenszyklus können drei Einsatzgebiete unterschieden werden:

  • Wertplanung („Value Planning“),
  • Wertgestaltung („Value Engineering“) und
  • Wertverbesserung („Value Analysis“).

 

Die klassische Wertanalyse verstand sich zunächst als reine Methode zur Kostensenkung. Im Laufe der Zeit hat sich die Wertanalyse zur Universalmethode für verschiedene Aufgaben mit einem ganzheitlichen Ansatz entwickelt, wobei das Wertkonzept immer im Mittelpunkt steht.

Kennzeichnend für die Wertanalyse sind:

  • die Funktionen- und wertorientierte Denkweise,
  • die ganzheitliche Betrachtungsweise,
  • das starke Einbeziehen des Menschen,
  • die interdisziplinäre Teamarbeit,
  • das Anwenden von Kreativitätstechniken,
  • das Zusammenwirken von Methoden und Werkzeugen unter Einbeziehung externer und interner Umfeldfaktoren,
  • das systematische Vorgehen nach einem Arbeitsplan und
  • die Anwendungsneutralität.

 

In den 90er Jahren fand eine weitere Entwicklung statt:
Von einer Kostensenkungsmethode zu einem aus Unternehmenssicht gesamthaften Problemlösungssystem, dem Value Management. Diese ganzheitliche, bereichsübergreifende Strategie zeichnet sich durch eine Vielzahl an nutzbaren Methoden und Werkzeugen sowie eine strategische Betrachtungsweise aus.

Der Value Management Baukasten

Der Value Management-Baukasten bietet verschiedenene Methoden, um diese zielgerichtet einzusetzen. Wertanalyse wird nicht ersetzt, sondern fügt sich als wesentliche Methode in das Value Management ein:

Krehl & Partner Value Management Baukasten

Entstehung der Wertanalyse / des Value Management

Im Jahr 1947 beauftragte General Electric den Einkäufer Lawrence D. Miles damit, eine Methode zu entwickeln, um der Materialknappheit nach dem Zweiten Weltkrieg zu begegnen. Bis dato konnten die Einkäufer oft nicht die geforderten Materialien oder Komponenten beschaffen. Also fragte sich Miles, welche Funktion denn die geforderte Komponente habe und entwickelte daraufhin Alternativen. Beispielsweise hat eine Schraube die Funktion „Teile verbinden“, was aber bei Holz auch ein Nagel erfüllt. Interessanterweise stellte sich bei dieser Vorgehensweise heraus, dass mit den neuen Alternativen auch kostengünstigere Lösungen gefunden wurden.

Bis 1951 entwickelten Miles und seine Mitarbeiter eine systematische Herangehensweise, die die kostengünstige Produktgestaltung fokussierte, indem vermeidbare Kosten erkannt und reduziert wurden. Diese Methodik zur Kostensenkung und Wertsteigerung erhielt den Namen „Wertanalyse“.

Prof. Hermann Krehl, der bei seinem früheren Arbeitgeber Bosch von amerikanischen Vorreitern und Anwendern die Wertanalyse kennenlernte, erkannte die Bedeutung des methodischen Ansatzes für die deutsche Wirtschaft und gründete 1969 in Karlsruhe die Unternehmensberatung Krehl & Ried, die 1975 zu Krehl & Partner umfirmierte.

Normen und Richtlinien

Um der hohen Bedeutung der Wertanalyse gerecht zu werden, wurden nicht nur in Deutschland (DIN, VDI), sondern auch auf europäischer Ebene (EN) Richtlinien und Normen entwickelt, die ein gemeinsames Verständnis für die Begrifflichkeiten und Durchführung der Methodik schaffen, zum Beispiel:

  • VDI 28xx, wie z.B. 2800, 2801, 2803, 2807
  • Value Management; EN 12973:2020

Erfolge mit Wertanalyse

Reduzierte Kosten

Die Reduzierung der Herstellkosten liegt in der Praxis zwischen 4% bei weitgehend optimierten (Massen-)Produkten und 50% bei kundenspezifischen Produkten.

Der Durchschnitt aus ca. 3.500 Wertanalyse-Projekten liegt bei 20-25%.

Verkürzte Entwicklungszeit

Die Verkürzung der Entwicklungszeit liegt bei frühzeitiger Einbindung im Bereich von 25-50%. 

Dieser Aspekt gewinnt bei kürzer werdenden Produktlebenszyklen und sich rasch verändernden Märkten zunehmend an Bedeutung. 

Gesteigerte Funktionalität

Das Produkt hat mehr oder bessere Funktionen bzw. unnötige Funktionen werden eliminiert.

Dies führt gleichzeitig zu einer Steigerung des Kundennutzens.

Gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit

Die Ausrichtung auf Trends wie z.B. Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit, aktuelles Design oder Marketingstrategien zur Erschließung von neuen Zielgruppen, etc. können die Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Bessere Kommunikation

Die interdisziplinäre Teamarbeit fördert die Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen. Diese positiven Erfahrungen wirken auch außerhalb des Projektteams und nach Abschluss des Projekts im Unternehmen nach.

Kurze Amortisationsdauer

Die Amortisationsdauer ist ein Gradmesser für den Erfolg eines WA/VM-Projekts. Bei den meisten WA/VM-Projekten liegt sie bei ca. 1 Jahr, bei einigen sogar darunter – sehr Branchen und projektspezifisch!

Effizientere Wertanalyse durch Software-Einsatz

Wenn Sie Wertanalyse als nachhaltiges Instrument in Ihrem Unternehmen verankern möchten, dann benötigt es hierfür das richtige Werkzeug. Krehl & Partner hat für Sie zusammen mit NWIS.net die Softwarelösung VE Master entwickelt, um Ihnen eine leistungsfähige Software zur methodischen Unterstützung an die Hand zu geben, welche auf langjährig bewährten Verfahren basiert und modernste Sicherheitsstandards erfüllt.

Gute Gründe für den Einsatz des VE-Master:

  1. Teilautomatisierung Ihrer Wertanalyse-Projekte durch das effiziente Nutzen von wiederkehrenden Informationen und Projektschritten mittels einer Datenbank-Software.
  2. Die Knowledge-Base hilft Ihnen Ideen aus aktuellen und vergangenen Projekten unmittelbar aufzurufen, diese auf ihre Verwendbarkeit zu prüfen und ggf. in das zu bearbeitende Projekt einzubinden.
  3. Einfaches Projektmanagement durch die Unterstützung bei der Strukturierung von Projekten und Workshops, Standardreporting und dem schrittweisen Leiten durch alle Prozessschritte.
  4. Überwindet Grenzen durch die bessere Zusammenarbeit im gesamten Unternehmen, auch global, auf Basis einer Wissensdatenbank.
  5. Unterstützung der Einhaltung der Projektziele durch Forcieren des Ideenworkflows, Zuweisen von Aufgaben und Terminen und Verfolgung deren Bearbeitung.
  6. Müheloses Verwalten von Aufgaben, Ergebnissen, Terminen und Zuständigkeiten.
  7. Spezifische Zugriffsberechtigungen ermöglichen benutzerdefinierte Rechte und Kontrollen.

 

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